ETHNO-NEULIN(K)S IM AUGUST 2016

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FILM, FLUCHT UND INTERKULTUR (Tagung)

WORUM GEHT’S?

Die deutlich gestiegene Zahl an Geflüchteten in den vergangenen beiden Jahren brachte bundesweit zahlreiche Hilfs- und Integrationsangebote hervor.

Auch die deutschen Filminstitutionen, viele Filmemacher und Filmvermittler konzipierten zahlreiche Projekte, in deren Folge viele Filme zum Thema „Flucht“ oder „Heimat“ entstanden.

Diese Tagung präsentiert die Ergebnisse in Form von Filmvorführungen und Vorträgen und bietet zugleich die Gelegenheit, sich sowohl über die Themen „Flucht“ und „Heimat“ als auch über das Medium „Film“ auszutauschen.

Warum? Weil Film als „niedrigschwelliges visuelles Medium“, so die kulturwissenschaftlichen Erkentnisse, gut geeignet ist, um Menschen zusammenzubringen, ob in der Filmproduktion oder als Rezipient im Kinosaal 🙂

WANN? 21.-23/09/ 2016

WO? Frankfurt

WEITERE INFOS: HIER

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BRATENWUNDER, SÜSSER BREI – ODER MENSCHENFRESSEREI? ESSEN UND TRINKEN IM MÄRCHEN (Tagung zur Erzählforschung)

WORUM GEHT’S?

Ob Erzählungen von kulinarischen Abenteuern in fernen Ländern, Gespräche über regionale oder nationale Spezialitäten („managing ethnicity“) oder die Aufnahme von traditionellen Rezeptkenntnissen und Kochkünsten zum „cultural heritage“ durch die UNESCO – Essen und Trinken sind sogenannte „kulturtragende Kommunikationsformen“.

Auch Märchen, Sagen, Schwänke, Lieder, Sprichwörter, Witze und besonders die sog. „modern urban legends“, haben die Nahrungsaufnahme stets thematisiert, und gelten in diesem Sinne als kulinarische Kultur-Indikatoren. Entsprechend gelesen (oder gehört) – sagen sie viel aus über (historische) Ess- und Trinkgewohnheiten.

Zu dieser besonders lustvollen Tagung lädt die Märchen-Stiftung Walter Kahn ein.

Kulturhistorisch ließe sich etwa fragen:

  • Was wurde wo gegessen?
  • Wie erträumte man sich die herrlichsten Mahlzeiten
  • Woraus bestanden diese (Schlaraffenland-Utopien, die sog. „Bratenwunder“)?
  • Welche Bedeutung hatten Wein und Weinbau oder Bier und Bierbrauen? Was erzählt(e) man sich über Hunger und Durst?
  • Gab es Rituale oder Brauch-Bindungen (Hochzeitsessen, Leichenschmaus und Henkersmahlzeit)?
  • Welche Rolle spielte der Volks- oder Aberglauben?
  • Gibt es international vergleichbare Erzähltypen, Motive und Diskurse (Nahrungstabus, Vielfraß und Vieltrinker, Tischlein-deck-dich, Nahrungs-Vermehrungs-Wunder)?

WANN? 12.–14.10.2016

WO? Münsterschwarzach

MEHR INFOS: HIER

 

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