Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht einen Mond lang in seinen Mokassins gelaufen bist.
Indianisches Sprichwort

Wir urteilen sehr schnell.

Binnen Sekunden haben wir einen Menschen in eine Schublade gesteckt.

ABER: Nicht immer tun wir uns damit einen Gefallen.

Und tun dem Menschen gegenüber unrecht.

Denn wir irren.

 

Nur damit du es nicht falsch verstehst: Dieses In-Die-Schubladen-Stecken ist ein ganz normaler Vorgang.

Unser Gehirn tut dies, um uns das Leben zu erleichtern.

Und es hatte früher auch seine Funktion erfüllt.

Bei unseren Vorfahren im Steinzeitalter.

Denn wie du siehst, lebst du ja noch 😀

 

Aber heute ist diese Funktion einfach nicht mehr ganz aktuell.

Denn unsere Umwelt ist nicht mehr so lebensgefährlich.

Unser Gehirn hinkt in dieser Hinsicht der Realität hinterher…

 

Und daher ist es wichtig, dass du dir dieser Tatsache bewusst wirst, die Menschen, die dein Gehirn irrtümlicherweise in eine Schublade gesteckt hast und sie von dort wieder heraus holst.

 

Warum?

Ganz einfach: Wir kennen unser Gegenüber nicht.

Also können wir nicht nachvollziehen, warum er so denkt, so handelt, so reagiert, wie er es eben tut.

Wir (vor)verurteilen ihn, weil wir von Anfang an davon ausgehen (bzw. unser Gehirn es uns aufgrund seiner steinzeitalterlichen Vorstellungen von „Gut“ und „Böse“ weismachen will.), dass das Gegenüber ganz sicher Übles im Sinn hat. Aber auch unsere ethnozentrische Sichtweise ist Schuld daran. Denn durch sie ist unsere Sicht auf die „Anderen“ stets eingeschränkt – und fast immer negativ gefärbt.

 

Wir steckten nicht in den Schuhen der anderen. Aber um sie, ihre Denk- und Glaubensweisen zu verstehen, müssen wir versuchen, ihre Perspektive einzunehmen.

Und hier komme ich ins Spiel

  • Ich zieh dir deine Schuhe aus – und helfe dir in die Schuhe des anderen.
  • Du erfährst, wie sich der andere Mensch in seinen Schuhen fühlt.
  • Du bekommst eine Ahnung davon, wie er denkt, fühlt, seine Entscheidungen trifft.
  • Und vor Allem: Warum er das so tut und nicht anders.

Auf diese Weise lernst du die Schuhe deines Gegenübers kennen und bekommst eine Ahnung darüber, wie es ist, der „Andere“ zu sein.

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