ETHNOLOGIE UND FILM: DOKUMENTARFILM „SONG FROM THE FOREST“

 

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Premiere am 11.09.2014

Regie: Michael Obert

 

Eines Tages hört der junge Amerikaner Louis Sarno ein Lied im Radio, „ein polyphones Geflecht aus Frauenstimmen, raffinierte Jodellaute, eine sich endlos wiederholende auf- und abschwellende Melodie.“ Die geheimnisvollen Klänge des Liedes ziehen ihn in seinen Bann.„Diese fremdartigen Harmonien machten mir Gänsehaut“, erzählt Louis Sarno, „sie wirkten hypnotisch auf mich – pure Magie“ sagt er – und macht sich auf die Suche nach jenen, die es sangen.

 

Die Reise führt ihn in den zentralafrikanischen Regenwald. Dort leben die Bayaka, ein indigenes Volk, das traditionell von der Jagd lebt.

Louis hört ihnen zu – und beschließt zu bleiben.

Sie führten mich in ihre Musik ein“, sagt er, „im Gegenzug verlangten sie mein Leben. Ich denke, das ist ein fairer Tausch.“ Das war im Jahr 1985. Seitdem hat er über 1500 Stunden der Bayaka-Musik aufgezeichnet – seit 2003 wurden sie zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Zusammen mit seiner Frau hat er einen 13-jährigen Sohn Samedi. Diesem versprach er, ihm eines Tages die Welt, aus der er kommt, zu zeigen. Zusammen mit ihm reist er aus dem afrikanischen Regenwald in jenen anderen Dschungel aus Beton, Glas und Asphalt – nach New York City.

 

Eben diese Reise hat der Journalist und Regisseur Michael Obert filmisch begleitet. Entstanden ist ein Dokumentarfilm,„getragen vom Kontrast zwischen Regenwald und urbanem Amerika, einem faszinierenden Soundtrack und den ruhigen und intimen Bildern des Films“ und ein berührendes Portrait eines außergewöhnlichen Mannes.

 

Die beeindruckende Dokumentation wurde bereits auf zahlreichen Filmfestivals aufgeführt und mit Preisen ausgezeichnet.

 

Filmstart in Deutschland ist am 11. September 2014. Weitere Infos siehe hier.

Zum Anhören hier entlang.

 

 

 

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